Hormonabbau und Lebensstil

Hormonelle Beschwerden im Klimakterium oder unerfüllter Kinderwunsch – oft sind es Dysbalancen der verschiedenen Sexual-Hormone, die durch unseren modernen Lebensstil mit zuviel Stress und zu wenig aktiver Entspannung, ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung entstehen. Die Frauenärztin Frau Dr. Faust-Albrecht weiß aus Ihrer täglichen Praxis genau um diese Zusammenhänge und wird Ihnen in ihrem interessanten Vortrag eine Einführung in dieses komplexe Thema geben.
Um welche Hormone geht es denn eigentlich, welche Aufgaben übernehmen Östrogen und Gestagen, Testosteron und Kortisol? Wie werden sie gebildet und wie wirken sie? Was passiert, wenn durch Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck auch das Hormonsystem durcheinandergerät?

Hormone werden durch den Lebensstil maßgeblich beeinflußt

Frau Dr. Faust-Albrecht, Frauenärztin und Mitglied im Ärztenetz Unterhaching wird Ihnen zeigen, wie mit einfachen Lebensstilmaßnahmen Betroffene selbst zu einem gesunden hormonellen Gleichgewicht beitragen und viele Beschwerden lindern können. Sie wird aufzeigen, warum regelmäßige Bewegung dabei so hilfreich ist. Auch eine gesunde Ernährung unterstützt die Normalisierung des hormonellen Systems. Und es wird auch erläutert, aus welchen Gründen Entspannungsübungen das Hormonsystem wieder ins rechte Lot bringen.

Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe Prävention, die gemeinsam mit dem Ärztenetz Unterhaching und der VHS Unterhaching gehalten wird.
Der Vortrag ist wie immer kostenlos, zu besseren Planung bitten wir aber um Voranmeldung bei der VHS.

Thema: Beeinflussung des Hormonabbaus durch Lifestyle- und Umweltfaktoren
Referentin: Dr. H. Faust-Albrecht, Gynäkologin in Unterhaching
Ort: Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3
Zeit: Donnerstag, 16. März von 19.00 bis 20.30 Uhr

Impfen gegen Masern

In diesem Jahr hat es einen alarmierenden Anstieg von Maserninfektionen gegeben. Obwohl die Masern als Kinderkrankheit bezeichnet werden, sind es jetzt vor allem Erwachsene, die sich anstecken. Masern werden durch Viren im direkten Kontakt oder durch Tröpfcheninfektion ausgelöst. Fast jeder, der mit Masern-Viren in Kontakt kommt, erkrankt. Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen vergehen 10 Tage. Vier Tage vor Ausbruch der Masern ist der Betroffene schon für andere ansteckend. Zunächst kommt es zu einem unspezifischen Prodromalstadium mit Fieber und Abgeschlagenheit, bis nach einigen Tagen dann die typischen Hautveränderungen, das sogenannte Masern-Exanthem, auftreten.

Warum sind Masern gefährlich?

Masern heilen in einem Drittel der Fälle folgenlos aus und hinterlassen eine lebenslange Immunität. Aber in 30% der Fälle haben die Erkrankten mit ernsthaften Komplikationen zu kämpfen: zum Beispiel mit Lungenentzündungen oder mit schweren Durchfällen. Die gefürchtete Hirnhautentzündung zieht häufig ernsthafte Spätfolgen nach sich. Laut Robert-Koch-Institut verlaufen die Masern bei einem von tausend Patienten tödlich. Neuere Daten weisen darauf hin, dass nach einer Maserninfektion das Immunsystem längere Zeit geschwächt ist und damit auch die körpereigene Abwehr für andere Erkrankungen gemindert ist.

Impfen führt zu lebenslangem Schutz

Die Masern lassen sich nicht ursächlich behandeln. Schützen kann man sich nur durch eine Impfung mit abgeschwächten Masernviren. Dadurch werden Antikörper gegen Masern-Viren gebildet. Dieser Impfschutz besteht dann lebenslang.
Neugeborene haben in den ersten Lebensmonaten einen sogenannten Nestschutz – von der Mutter bekommen sie kurz vor der Geburt Antikörper mit auf den Weg. Aber erst zu Beginn des zweiten Lebensjahres ist das Immunsystem soweit, das eine Impfung sinnvoll ist. In dieser Zeit sind Kinder anfällig für das Virus.
Es gibt auch Menschen, die angeborene oder erworbene Defekte des Immunsystems haben – sie können nicht geimpft werden und sind deshalb besonders gefährdet.
Die Impfung geht schnell, einfach, zuverlässig. Eine Rötung an der Einstichstelle oder ein abgeschlagenes Gefühl in den Tagen nach der Impfung sind Zeichen dafür, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt und Antikörper bildet. Ernsthafte Komplikationen sind nach einer Masernimpfung sehr viel seltener als bei der Maserninfektion. In großen Studien konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass der Impfstoff ursächlich dafür war. Eine Übersicht über die Häufigkeit der Komplikationen finden sie z.B. bei der KBV.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung empfiehlt die Impfung „prinzipiell allen, die nach 1970 geboren wurden und bisher nicht geimpft sind, bisher nur einmal gegen Masern geimpft wurden oder die nicht genau wissen, ob sie bereits geimpft wurden“.

Eine hohe Impfquote schützt auch die, die nicht geimpft werden können

Durch eine einmalige Impfung bekommen 95% aller Geimpften einen ausreichenden Schutz. Bei einer Wiederholungsimpfung haben dann 99% ausreichend Antikörper gebildet. Dann sind auch automatisch die Menschen geschützt, die keine Antikörper haben – entweder weil sie zu krank oder zu jung sind, um geimpft zu werden.
Sich impfen zu lassen, bedeutet also nicht nur Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, sondern auch für die der Schwächsten unter uns.

Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Impfschutz oder der Ihres Kindes ausreichend ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Haus- oder Kinderarzt. Er wird Sie individuell beraten und – wenn notwendig – die Impfung durchführen.

Migräne Radar 2.0

Migräne und Spannungskopfschmerzen zählen zu den Volkskrankheiten. Zahlreiche Auslöser werden vermutet, aber bisher fehlen wissenschaftlich fundierte Daten. Das liegt zum einem daran, dass viele Studien nur vergleichsweise wenig Probanden einschließen können und diese Daten regional begrenzt sind.

Screenshot Migräne Radar 2.0Die Idee zum Migräne Radar 2.0 hatte die Hochschule Hof. Was wäre, wenn viele Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum ihr Kopfschmerztagebuch online führen und Wissenschaftlern zur Verfügung stellen? Ähnliche Projekte, wo Bürger Daten sammeln und Wissenschaftlern zur Auswertung überlassen, gibt es in der Biologie oder Astronomie schon lange. Nun also auch in der Medizin.
Seit Juni 2015 ist das Migräne Radar 2.0 online. Ins Leben gerufen wurde es von der Hochschule Hof. Projektpartner sind die Universität Rostock und die Migräne- und Kopfschmerzklinik Königsstein. Finanziell wird das Projekt von der Bayerischen Sparkassenstiftung unterstützt.
Das Registrieren geht schnell, und man darf natürlich anonym bleiben. Es wird ein Kopfschmerzfragebogen ausgefüllt, der den Studienleitern grob erlaubt zu unterscheiden, welcher Kopfschmerztyp – Migräne oder Spannungskopfschmerz – wahrscheinlich vorliegt. Dann kann man seine Schmerzdaten eingeben. Das geht schnell und intuitiv. Gefragt werden unter anderem Datum und Uhrzeit, Dauer und Stärke der Kopfschmerzen. Für den Herbst ist eine mobile App geplant.
Ziel des Migräne Radars 2.0 ist es, neue Zusammenhänge zu erkennen oder zu widerlegen: Ist Migräne tatsächlich häufiger bei Föhn oder Wetterwechsel, am Wochenende oder im Weihnachtsstress? Wie sind die Altersgruppen verteilt, gibt es geschlechtsspezifische Muster? Haben Änderungen des Erdmagnetfeldes was damit zu tun? Was hilft kopfschmerzgeplagten Menschen besonders gut?
Der Migräne Radar 2.0 will möglichst genaue Zahlen erheben und baut auf die rege Teilnahme vieler Betroffener, die regelmäßig ihre Eintragungen machen. Die Teilnehmer bekommen eine Auswertung ihrer persönlichen Daten. Die systematische Auswertung wird in Fachzeitschriften publiziert und dann auch allen Ärzten, die Kopfschmerzen behandeln, zur Verfügung stehen.
Ich bin jedenfalls sehr auf die Ergebnisse gespannt und wünsche dem Projekt viel Erfolg!

Sonnenhormon Vitamin D - Vortragsreihe an der VHS Unterhaching

Über Vitamin D als „Sonnenhormon“ wird aktuell viel berichtet. Dieses lebensnotwendige Hormon spielt eine große Rolle für unsere Gesundheit, ist es doch an zahlreichen unterschiedlichen Prozessen beteiligt. Doch nahezu die gesamte Bevölkerung leidet an Vitamin-D-Mangel. Wie füllen wir unseren Vitamin-D-Speicher? Welche Krankheiten können wir damit heilen, welchen Krankheiten vorbeugen? Welche Bevölkerungsgruppen sind besonders betroffen? Einen Exkurs über alle Mythen und Fakten zu Vitamin D mit praxisbezogenen Beispielen hören Sie zu diesem Thema von der Frauenärztin Dr. Hildegard Faust-Albrecht aus Unterhaching.

Der Vortrag ist gebührenfrei, um Anmeldungen bei der vhs wird gebeten.
Wann: 17.10.2019 von 19:00 – 20:30 Uhr
Wo: Hofmarkweg 7, Ortszentrum, vhs-Raum 3

Vortrag zum Thema Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein vergleichsweise kleines Organ, aber die Hormone, die sie produziert, haben eine enorme Bedeutung für unseren Organismus. Schilddrüsenhormone regulieren eine Vielzahl an Stoffwechselprozessen in unserem Körper. Sie sind erheblich daran beteiligt, wie schnell unser Herz schlägt, ob unsere Verdauung optimal verläuft, ob wir uns müde oder wach fühlen oder unsere Körpertemperatur normal ist. Ein Zuviel oder Zuwenig dieser Schilddrüsenhormone kann zu zahlreichen Symptomen und manchmal zu schweren Krankheitsbildern führen.

Das Ärztenetz Unterhaching und die VHS Unterhaching veranstalten regelmäßig Informationsabende zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Diesmal wird Ihnen Prof. Dr. Peter Weyrich, niedergelassener Internist, Nephrologe und Endokrinologe in Unterhaching, in seinem Vortrag zahlreiche Fragen rund um die Schilddrüse beantworten: Was sind Schilddrüsenhormone, was tun sie, wie kann man sie untersuchen? Welches sind die wichtigsten Schilddrüsenerkrankungen? Welche Bedeutung haben heisse und kalte Knoten? Wann braucht man zur Diagnostik einen Ultraschall oder eine Szintigrafie? Wie werden Schilddrüsenerkrankungen behandelt? Was ist dran an den Pressenberichten, dass Schilddrüsenkrebs immer häufiger diagnostiziert wird? Wie kann man seine Schilddrüse gesund erhalten? Welchen Nutzen hat jodiertes Speisesalz gegenüber Meersalz oder nicht jodiertem Kochsalz?

Der Vortrag ist kostenlos, um Anmeldung bei der Volkshochschule Unterhaching wird aber gebeten.
Referent: Prof. Dr. Peter Weyrich, Internist, Nephrologe, Endokrinologe
Wann: 24.11.2016 von 19:00 bis 20:30 Uhr.
Wo: VHS Unterhaching, Holzmarktweg 7, VHS-Raum 3

Vortragsreihe Prävention: Depression und Burnout

Depressionen haben viele Gesichter, und oft werden sie nicht erkannt und als Folge dessen auch nicht angemessen behandelt. Immer noch werden Menschen mit dieser Erkrankung stigmatisiert. Deshalb geht es in unserer Vortragsreihe Prävention vom Ärztenetz Unterhaching und der VHS Unterhaching diesmal um Depressionen und Burnout.
Frau Dr. Sarena Scarel, Neurologin aus Unterhaching, berichtet in ihrem Vortrag über Depressionen, wie diese Erkrankung entsteht, welche biochemischen und psychologischen Veränderungen auftreten. Die erfahrene Neurologin wird erklären, welche Anzeichen auf eine Depression hinweisen können, denn nicht jede „schlechte Stimmung“ ist gleich eine behandlungsbedürftige Erkenakung. Sie werden auch hören, wie sich Depressionen bei Frauen und Männern unterscheiden.
Depressionen sind gut behandelbar und sollten auf jeden Fall ärztlich betreut werden. Frau Dr. Scarel wird berichten, wie man die Krankheit behandeln kann und wer von Medikamenten, einer Psychotherapie oder von allgemeinen Lebensstilmaßnahmen wie regelmäßiger Bewegung profitiert. Ausserdem wichtig für Betroffene: wer ist Ansprechpartner, wenn man bei sich oder Angehörigen eine Depression vermutet, wo kann man langfristige Unterstützung bekommen?
Und nicht zu vergessen: was ist von der Modediagnose „Burnout“ zu halten? Ist sie eine Unterform der Depression? Oder doch ein eigenständiges Krankheitsbild?
All diese Fragen werden besprochen, und natürlich dürfen Sie Ihre Fragen zu diesem Thema mitbringen.

Der Vortrag ist wie immer kostenfrei, aber um Voranmeldung bei der VHS wird gebeten.
Referentin: Dr. Sarena Scarel, Fachärztin für Neurologie in Unterhaching
Zeit: Donnerstag, 04.05.2017 um 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Ort: VHS Unterhaching, Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3